Slow-Reading als Lese-Trend?

Schreiben Bild für WebseiteJetzt gibt es auch noch Slow-Reading.

Dabei treffen sich Leseratten in einem Café, schalten Handys und Laptops aus und lesen eine Stunde lang konzentriert ein Buch. Das Ganze wird nun verkauft als eines der Heilmittel gegen die beschleunigte Zeit, die ständige Reizüberflutung und die Unfähigkeit zur Konzentration.

Ich selbst frage mich jedoch, warum man das nicht auch zu Hause machen kann. Das Buch ist ja meistens schon da. Und um ein Handy auszuschalten, bedarf es nicht zwangsläufig einer gruppendynamischen Entscheidung, oder?

Nun ja, egal. Hauptsache, die Leute lesen.

P.S. Das mit dem langsamen Lesen ist übrigens mal einen Versuch wert. Man taucht tiefer in die Geschichte ein. Vorausgesetzt, man liest nicht zu langsam, so dass die Gedanken wieder abschweifen.

Der Autor Volker Kutscher im Interview und Kurzportrait

Die Romane rund um Gereon Rath im Berlin der 30er Jahre faszinieren mich schon eine Weile. Nun ist der fünfte Fall endlich erschienen und Volker Kutscher berichtet hier, wie es ihm so ergangen ist. Lesenswert.

Skurriler Anschlag bei Madame Tussauds …

Gelegentlich kann sinnlose Gewalt auch eine skurrile und humorvolle Note haben. Eine Geschichte, wie ich sie mir nicht hätte ausdenken können. Fantastisch.

Soziale Netzwerke und ihre Folgen (oder auch nicht) …

tree-200795_640In der letzten Woche habe ich mich entschieden, allen sozialen Netzwerken zu entsagen. Mir wurde wieder bewusst, warum ich mich so lange dagegen gesträubt hatte. Letztlich kommen dadurch auch nicht mehr Leser auf diese Seite, was sich eindrucksvoll durch Statistiken belegen lässt.

Vielmehr raubten mir Facebook, Twitter und Google+ nur die Zeit. Und Nerven. Die Gründe, die mich seinerzeit schon alle Netzwerke auf das unbedingt Notwendigste einschränken ließen, gelten nun auch für den Rest. Nachlesen kann man dies hier. Nun bin ich auf diesen Kanälen also nicht mehr online und habe meine Seiten dort sang- und klanglos gelöscht. Mittlerweile ist dies nun 3 Tage her und es gab keinerlei negativen Rückmeldungen. Also: alles richtig gemacht!?

Wer also in Zukunft mit mir in Kontakt treten möchte, kann dies hier über die Kommentare tun oder mir einfach eine E-Mail schreiben. Darauf antworte ich dann garantiert. Vielleicht nicht immer gleich, aber verlassen Sie sich drauf, ich antworte. 😉

Bilden Sie sich eine eigene Meinung!

Einmal mehr zeigt sich, dass man sich nicht ausschließlich auf Rechercheergebnisse im Netz verlassen sollte. Die beste Vorsorge gegen Meinungsmanipulation ist immer noch das eigene Nachdenken.

Ein erster Erfahrungsbericht zum neuen Kobo Glo

Kobo GloEin erster Erfahrungsbericht zum neuen Kobo Glo

Seit knapp zwei Wochen bin ich stolzer Besitzer eines Kobo Glo. Mein alter Sony PRS 650 ist zwar noch voll funktionstüchtig, formschön und zuverlässig, aber die integrierte Beleuchtung im Kobo Glo reizte mich dann doch.

Im Bereich der beleuchteten E-Book-Reader standen eigentlich nur drei Geräte zur tatsächlichen Auswahl: Kindle Paperwhite, Kobo Glo und Bookeen HD Frontlight. Das geschlossene Ökosystem bei Amazon hielt mich vom Kindle ab und ein paar Recherchen ergaben grundlegende Mängel beim Bookeen-Reader. Also Kobo Glo, zumal sich die hintergrundbeleuchteten Reader preislich alle auf einem ähnlichen Niveau begegnen.

In der Packung des Kobo Glo befanden sich: der Reader (zum Glück), ein USB-Kabel zum Laden und zur Datenübertragung und …

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Die Zeit, die Zeit, die Zeit …

Die Zeit, die Zeit, die Zeit …

Der September war ein Monat, in dem mir mal wieder aufging, wie technikabhängig wir in der Zwischenzeit geworden sind. Mein Smartphone teilt mir inzwischen mit, was es so Neues gibt. Ob Mails, Nachrichten, Instagram, Facebook, Twitter oder Google+. Und das in Echtzeit. Gegen Ende des Monats wurde mir dann klar: das kann nicht so weitergehen. Wann komme ich da noch zum Schreiben? So ganz nebenbei bin ich ja auch noch im „Real Life“ unterwegs. Was mich dann auch zu diesem eher ironischen Tweet veranlasst hat.

Dieses Gefühl, immer gehetzt zu sein oder gehetzt zu werden. Immer mithalten zu müssen im Datenstrom der Zeit. Die unerklärliche Angst, etwas zu verpassen. Und über dieser Angst das wirkliche Leben tatsächlich zu verpassen. All dies und noch viel mehr beschreibt Florian Opitz in seinem Buch „Speed – auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Es ist durchweg lesenswert und an vielen, vielen Stellen erkenne ich mich wieder. Leider.

Aber die zunehmende Beschleunigung ist leider nicht nur mein individuelles Problem, sondern vielmehr eines der Gesellschaft. Jeder Mensch … Die Zeit, die Zeit, die Zeit … weiterlesen

Holms Woche vom 26.03. – 01.04.2012

Holms Woche vom 26.03. – 01.04.2012

„Bereit?“, fragte Schröder.

„Bereit“, sagte Holm und zog sich den Reißverschluss seiner Strickjacke zu. Am letzten Wochenende konnte er noch im T-Shirt spazieren gehen und nun war das kurze Frühlingsintermezzo schon wieder passé. Aber es gab ja einen Lichtstreif am Horizont. „Leg los“, sagte Holm und nicht Schröder aufmunternd zu.

Schröder: „Zum Wochenstart diese Meldung: In Österreich hat sich ein Mann vor seinem Termin beim Amtsarzt den Fuß mit einer Kreissäge abgesägt. Ohne Betäubung. Der Arzt sollte seine Arbeitsfähigkeit überprüfen.“

Holm: „Als Simulant, kann ihn der Arzt nun nicht mehr bezeichnen. Ist wohl eher die Frage, ob ein Allgemeinmediziner hier der richtige Ansprechpartner ist. Ich plädiere für einen Psychologen.“

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Holms Woche vom 19.03. – 25.03.2012

Holms Woche vom 19.03. – 25.03.2012

„Bereit?“, fragte Schröder.

„Bereit“, sagte Holm. Ein sonniges und frühlingswarmes Wochenende lag hinter ihm und er sprühte vor Energie. „Komm Schröder, lass uns die Welt retten!“

Schröder, nicht ganz so gut gelaunt wie Holm, antwortete: „Mach mal langsam, Speedy. Es ist Montag, wir sind hier in einer Behörde und wie es aussieht, haben wir nicht mal viel zu tun. Also gib mir Zeit. Zum Warmwerden: In Indonesien gibt es einen achtjährigen Kettenraucher, der nun in eine Therapie gesteckt wird.“

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Holms Woche vom 12.03. – 18.03.2012

Holms Woche vom 12.03. – 18.03.2012

„Bereit?“, fragte Schröder.

„Bereit“, sagte Holm. Seine Erkältung klang gerade ab. Seine Arzt hatte ihm zwar geraten, noch ein paar Tage zu Hause zu bleiben, aber er hielt es nicht mehr aus. So war er heute wieder ins Präsidium gekommen. Schröder freute sich, konnten sie die anfallende Arbeit so wieder auf mehrere Schultern verteilen.

„Schön, dass du wieder da bist“, sagte Schröder. „Letzte Woche ist gar nicht so viel los gewesen. Aber ein paar Sachen habe ich trotzdem gefunden. Also:  Es gibt mal wieder Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst. Die angebotenen 3,3 % für zwei Jahre werden aber von den Gewerkschaften abgelehnt.“

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