Josef Haslinger_OpernballJosef Haslinger „Opernball“ (***)

Ein Roman, der von vielen Seiten empfohlen wurde, der sich fast schon auf Weltliteratur-Niveau bewegen soll. Ein Buch, das mich neugierig gemacht hat. Ein Roman, der sich mit einem fiktiven, rechtsradikalen Anschlag auf den Wiener Opernball beschäftigt. Und ein Roman, der sich für mich sehr zäh las und der mich schlussendlich enttäuscht hat.

Josef Haslinger, 1955 in Österreich geboren, studierte u.a. Philosophie und Germanistik. Als Herausgeber einer Zeitschrift oder im Rahmen seines vielfältigen Engagements in Menschenrechtsorganisationen oder als Dozent beschäftigte er sich immer wieder mit historischen Bezügen und ihren Auswirkungen auf die Gegenwart. Seit 2013 ist Haslinger Präsident des PEN.

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Jo Nesbo_Der ErlöserJo Nesbø „Der Erlöser“ (****)

Als Krimi-Fan stolpert man früher oder später über den Namen Jo Nesbø. Über Jahre hatte ich mir vorgenommen, endlich mal ein Buch des Autors zu lesen. Ein Kommissar, nah am Abgrund, alkoholabhängig und mit dem alltäglichen Grauen konfrontiert. Und ich muss sagen, es wird nicht mein letzter Krimi in dieser Reihe gewesen sein.

Jo Nesbø, 1960 in Oslo geboren, arbeitete nach einem Studium zum Diplom-Kaufmann und Finanzanalysten zunächst als Börsenmakler und Journalist. Seine weiteren Passionen sind das Fußballspielen und das Musikmachen. In beiden Disziplinen hat er es zu einigem Erfolg gebracht. Mehr dazu finden Sie auf seiner sehr informativen, offiziellen Webseite.

Seit Mitte der 90er Jahre schreibt Nesbø Romane, die schnell erfolgreich wurden. Auch Kinderbücher stammen inzwischen aus seiner Feder. Sein „Rotkehlchen“ (2000) wurde vom Publikum gar zum besten norwegischen Krimi aller Zeiten gewählt.

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BuchregalBücher, die ich nicht zu Ende gelesen habe … (II)

Ja es gibt sie. Bücher, die ich beginne, die mich schon immer interessiert haben, aber die ich ohne Skrupel wieder zur Seite lege. Früher habe ich mich dagegen gesträubt. Ein Buch nicht zu Ende lesen? Kam gar nicht in Frage. Das widersprach meiner ganzen Leser-Ehre. Aber im Laufe der Jahre stelle ich fest, dass die Zeit zu kurz für (für mich) uninteressante Bücher ist.

Buchbesprechungen schreibe ich nur, wenn ich das Buch zu Ende gelesen habe und glaube, mir ein Urteil bilden zu können. Aber ich glaube, diese “Rezensionen” helfen meinen Blog-Lesern genauso weiter, wie die Besprechung kompletter Romane.

In den letzten Wochen haben die folgenden Romane meinen Weg gekreuzt, ohne dass es zu einer abschließenden Rezension kam. Im Regelfall gebe ich einem Buch 100 Seiten, um mich zu fesseln. Diesen hier ist es nicht gelungen.

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Leon Morell „Der sixtinische Himmel“ (****)

Ab und an lande ich bei historischen Romanen. Früher sicherlich mehr als heute, aber die grundsätzliche Faszination gut erzählter Geschichte (im doppelten Sinne) ist mir glücklicherweise erhalten geblieben. Zahlreiche gute Kritiken, ein äußerst gelungenes Cover und ein schöner Schutzumschlag machten mich auf den Roman aufmerksam.

Leon Morell ist das Pseudonym des Autors Edgar Rái. 1967 in Hessen geboren, studierte Musikwissenschaften und Anglistik in Marburg und Berlin. Nach diversen beruflichen Zwischenstationen arbeitet er seit 2001 als freier Autor, Texter und Übersetzer. Von 2003 bis 2008 lehrte er zudem Kreatives Schreiben an der FU Berlin. Seit 2012 ist er zudem Mitinhaber einer Buchhandlung in Berlin. Edgar Rai lebt heute mit seiner Familie in Berlin.

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Stephan Ludwig „Zorn – Vom Lieben und Sterben“ (****)

Nach dem ersten Zorn-Krimi sollte auch der zweite Band um die beiden Kommissare Zorn und Schröder nicht lange auf sich warten lassen. Der erste Band war schon lesenswert und auch der zweite Teil hat mich zumindest nicht enttäuscht.

Stephan Ludwig, Jahrgang 1965, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Gaststättenbetreiber. Er ist ein eher ruhiger Mensch, Vater von drei Töchtern und wurde vom Erfolg seiner Bücher überrascht. Er lebt in Halle, ist Chef der Überschall-Tonstudios, Mitverfasser erfolgreicher Radio-Comedyclips und hat sich als Rundfunkproduzent (Comedy – Olaf Schubert) einen Namen gemacht.

Einen informativen Artikel über Stephan Ludwig finden Sie hier: hier.

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Kobo GloEin erster Erfahrungsbericht zum neuen Kobo Glo

Seit knapp zwei Wochen bin ich stolzer Besitzer eines Kobo Glo. Mein alter Sony PRS 650 ist zwar noch voll funktionstüchtig, formschön und zuverlässig, aber die integrierte Beleuchtung im Kobo Glo reizte mich dann doch.

Im Bereich der beleuchteten E-Book-Reader standen eigentlich nur drei Geräte zur tatsächlichen Auswahl: Kindle Paperwhite, Kobo Glo und Bookeen HD Frontlight. Das geschlossene Ökosystem bei Amazon hielt mich vom Kindle ab und ein paar Recherchen ergaben grundlegende Mängel beim Bookeen-Reader. Also Kobo Glo, zumal sich die hintergrundbeleuchteten Reader preislich alle auf einem ähnlichen Niveau begegnen.

In der Packung des Kobo Glo befanden sich: der Reader (zum Glück), ein USB-Kabel zum Laden und zur Datenübertragung und …

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John Lanchester „Kapital“ (****,*)

Mit knapp 700 Seiten hat es dieses Buch schon in sich. Zumal es nur mit einer Rahmenhandlung daherkommt. Einen Plot im engeren Sinne hat es nicht. Aber es besticht durch seine Charaktere, die Beschreibungen des prallen Londoner Lebens und durch eine Beobachtungsgabe, die immer wieder überrascht.

John Lanchester, 1962 geboren, wuchs in Hong Kong und England auf. Nach seiner Ausbildung war er u.a Restaurantkritiker und als Journalist für mehrere britische Zeitschriften tätig. Seiner Tätigkeit in Verlagen folgten die ersten schriftstellerischen Veröffentlichungen. Für seine Romane (inzwischen sind es vier) bekam er verschiedene Auszeichnungen und Preise. John Lanchester lebt heute mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in London.

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Horst Evers „Der König von Berlin“ (****)

Nach einigen humoristischen Erzählbanden, die eher Anekdoten-Charakter hatten, legt Horst Evers mit „Der König von Berlin“ seinen ersten Kriminalroman vor. Ich selbst war eher skeptisch, da ich die witzigen Anekdoten von Horst Evers sehr mag, aber ich wurde nicht enttäuscht.

Horst Evers, 1967 in Niedersachsen geboren, kam über sein Studium der Publizistik nach Berlin. Das wurde dann zwar zu einem Lehramtsstudium für Deutsch und Sozialkunde, aber er blieb in der Stadt. Neben seinen Nebenjobs als Taxifahrer, Nachhilfelehrer, Tresenkraft und Zusteller bei der Post, widmete er sich mehr und mehr dem Schreiben und dem Vorlesen. Seine humoristischen Alltagsbeobachtungen, mit teils skurrilen Situationen, fanden über die Jahre immer mehr Anhänger. Horst Evers erhielt u.a. den Deutschen Kabarettpreis und den Deutschen Kleinkunstpreis.

Horst Evers lebt heute mit Freundin und Kind in Berlin.

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Abraham Verghese „Rückkehr nach Missing“ (*****)

Die Rezension dieses Buchs war für mich ungewöhnlich. Bevor ich mich ans Schreiben setzte, waren es ganz klare 4 Sterne. Dann dachte ich so zurück: an das Originelle, an die Charaktere, die Handlung, die Sprache. Und siehe da, fast überall 5 Sterne. Da bin ich noch einmal in mich gegangen, und zu dem Schluss gekommen, dass ich da ein Wahnsinns-Buch gelesen hatte. Und das bei über 830 Seiten.

Abraham Verghese, 1955 in Äthiopien geboren, musste sein Geburtsland wegen politischer Umwälzungen verlassen. Seine medizinische Ausbildung in Äthiopien wurde durch den Militärputsch 1974 unterbrochen. Danach lebte er in den USA. Verghese beendete dort seine medizinische Ausbildung und arbeitete dann als Arzt.

Während all der Jahre widmete er sich zudem dem Schreiben und absolvierte den angesehenen „Iowa Writer´s Wirkshop“. Mit seinem dritten Werk „Rückkehr nach Missing“ (engl. „Cutting For Stone“) gelang ihm der Durchbruch. Der Roman wurde über eine Million Mal verkauft. Verghese erhielt mehrere Literaturpreise und schreibt zudem Artikel und Essays für bedeutende, amerikanische Zeitschriften und Zeitungen.

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Ben Aaronovitch „Die Flüsse von London“ (****)

Warum ich in letzter Zeit immer wieder bei phantastischer Literatur lande, weiß ich auch nicht genau. Eigentlich kann ich damit nicht viel anfangen. Aber bei diesem Buch habe ich angefangen und es auch dank des wundervollen Humors und der eingewobenen Londoner Geschichte genussvoll zu Ende gelesen.

Über Ben (Denis) Aaronovitch, 1964 in London geboren ist gar nicht so viel in Erfahrung zu bringen. Selbst sein eigener Blog strotzt nicht gerade vor Informationen. Ende der 80er Jahre schrieb er Drehbücher und Fernsehspiele. Nachdem dies jedoch auslief, sah er sich gezwungen, bei der Buchhandelskette Waterstones als Buchhändler zu arbeiten. Und hier kam ihm die Eingebung: ich schreibe jetzt selbst Bücher.

Ben Aaronovitch hat mittlerweile einen Sohn, eine eigene Buchhandlung und lebt in Wimbledon, London.

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